Warum stört der Vollmond oft bei astronomischen Beobachtungen?

Dies hat zwei Gründe:

  • Zum einen erhöht sein Licht die Hintergrundhelligkeit und erschwert somit den Blick auf lichtschwächere Objekte wie Nebel, Galaxien, schwächere Sterne und vermindert deren Kontraste.

  • Weiterhin ist er für Beobachtungen relativ uninteressant, da er außer den Lavabecken, die das uns bekannte Mondgesicht darstellen, kaum Einzelheiten bietet. Erst die Schattenwürfe bei zu- oder abnehmendem Mond bringen die nötigen Kontraste und Schatten, um die beeindruckenden Formationen wie Ebenen, Gebirge, Krater und deren Zentralberge beobachten zu können.

Ein interessantes Phänomen tritt in den Tagen vor und nach Neumond auf, in denen der unbeleuchtete Teil unseres Begleiters, das sogenannte Sekundärlicht, der Erdschein oder auch das aschgraue Licht genannt, schwach zu erkennen ist. Dieses entsteht durch das Sonnenlicht, welches von der Erde zum Erdtrabanten reflektiert wird. Der Effekt ist um den Neumond am stärksten, da wir zu dieser Zeit bei einem Blick Richtung Mond auf dessen fast unbeleuchtete Seite sehen, während bei einem Blick vom Mond Richtung unseres Planeten eine fast voll beleuchtete Erdkugel wahrzunehmen wäre. Am bequemsten lässt sich dieser Effekt am Abendhimmel in den Tagen nach Neumond beobachten.

Hier eine Fotografie des Mondes mit aschgrauem Licht 33,5 Stunden nach Neumond

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