Der Große Bär als Himmelszeiger

Seit alters her dient der Große Bär als erste Orientierungshilfe am Nachthimmel. Gemeinhin wird er oft auch, der Form einiger seiner markanten Hauptsterne nach, als Großer Wagen bezeichnet. Er ist zirkumpolar, was bedeutet, dass er in unseren Breiten des nächtens immer zu sehen ist. Er geht niemals auf oder unter. Hier eine kurze Darstellung der Position des Sternbildes zu den verschiedenen Jahreszeiten:



Die einfachste Anwendung besteht in der Hilfe zur Aufsuche des Polarsterns. Dieser steht zwar nicht exakt am Himmelsnordpol, genau genommen zurzeit 0,7 Grad daneben, die Position ist jedoch hinreichend genau für die einfache Himmelsorientierung.
Verlängert man die hinteren beiden Kastensterne um das Fünffache ihres Abstandes, kommt man zu Polaris, dem Hauptstern des Kleinen Bären bzw. Kleinen Wagen und unserem Himmelsnordpol.


Nimmt man das Sternbild als Ganzes und geht über den Polarstern hinaus, findet man das „Himmels-W“, die Cassiopeia.



Verlängert man den Bogen, den die drei Deichselsterne beschreiben vom Sternbild weg, trifft man auf einen hellen Stern, den Arktur (lat. Arcturus), der der Hauptstern des Sternbildes Bärenhüter ist.



Die Verlängerung der oberen beiden Kastensterne führt zum Stern Kapella (lat. Capella), dem Hauptstern des Sternbildes Fuhrmann.



Unterhalb des Großen Bären befindet sich das Sternbild Löwe, welches nicht zirkumpolar ist.



Nimmt man die Verbindung vom mittleren zum ersten Deichselstern und schlägt einen 90 Grad Winkel gegen den Uhrzeigersinn an, so erreicht man auf diesem Wege die Vega, dem hellen Hauptstern der Leier.

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