Die Mondillusion oder Mondtäuschung

Woher rührt der Effekt, dass sich die Größenwahrnehmung des Mondes in Horizontnähe und hoch am Himmel mitunter beträchtlich unterscheiden kann?

Der Eindruck, dass der Mond am Himmel kleiner erscheint, obwohl er tatsächlich die gleiche Größe wie am Horizont besitzt, liegt an einer visuellen Täuschung.
Wenn der Mond hoch am Himmel steht, fehlen nahegelegene Objekte als Referenzpunkte, um seine Größe zu vergleichen, es fehlt also die Tiefeninformation. Ohne diese Referenzpunkte erscheint der Mond uns kleiner.
Unser Gehirn vergleicht ihn in Horizontnähe mit Objekten in der Nähe, wie z. B. Bäumen, Gebäuden oder Berge, was zu der Fehlinterpretation führt er sei größer.
Ein weiterer Effekt, die zu dieser Täuschung führt, liegt darin, dass das Firmament über uns vom Gehirn als abgeflacht interpretiert wird.

Dieser Effekt lässt sich auch an Sternbildern, wie zum Beispiel dem Schwan, beobachten. In Horizontnähe erscheint er größer als hoch am Himmel.

Hier eine Grafik zur Illustration:

Quelle: Wikipedia

Der maximale tatsächliche Größenunterscheid zwischen der Mondnähe (Perigäum) und Mondferne (Apogäum) beträgt nur einige Bogenminuten und ist nur für erfahrene Beobachter wahrnehmbar, da es sich hier, wie erwähnt, um Maximalwerte handelt, zwischen denen ein längerer Zeitraum liegt.

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