Die Eigenbewegung der Sterne

Die Sterne am nächtlichen Himmel erscheinen uns untereinander als feststehend und unbeweglich. Sieht man jedoch genauer hin, so gibt es einige Exemplare, deren Eigenbewegung am Himmel fotografisch über ein Jahr hinweg festzuhalten ist. Einer von ihnen ist der 6 Lichtjahre entfernte Barnards Pfeilstern, der seine Position um 10,4 Bogensekunden innerhalb eines Jahres verändert, was bedeutet, dass er innerhalb von rund 180 Jahren einen scheinbaren Monddurchmesser am Himmel zurücklegt.

Die Eigenbewegung eines Sterns besteht aus zwei Komponenten: Zum einen der Bewegung quer zu unserer Sichtlinie, zum anderen der Bewegung von uns weg oder auf uns zu. Diese lässt sich durch die Messung des Doppler-Effekts herausfinden. Die relative Geschwindigkeit des Pfeilsterns zu unserer Sonne beträgt 111 km/s.

Benannt wurde er nach seinem Entdecker, dem Astronomen Edward Emerson Barnard, der die hohe Eigenbewegung im Jahre 1916 entdeckte.

Die folgende Animation wurde aus zwei Aufnahmen zusammengestellt. Eine wurde am 04.09.2023 angefertigt, die andere am 25.05.2024. Barnards Pfeilstern befindet sich in der Bildmitte. Zum Abspielen klicken.


Über zehntausende von Jahren machen sich auch die Eigenbewegungen fast aller Sterne am Nachthimmel bemerkbar. Hier anhand des Sternbildes Löwe dargestellt. Zum Vergrößern klicken.

Im Jahre 50000 v. Chr.
Heutzutage
Im Jahre 50000 n. Chr.

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