Der Andromedanebel
Eine Aufnahme des inneren Bereichs der Andromedagalaxie, die am 15. August 2024 an einem 5-Zoll-Refraktor mit 900mm Brennweite und einer Gesamtbelichtungszeit von 60 Minuten entstand. Links oben die Begleitgalaxie M110.
Die Andromedagalaxie, auch bekannt als Messier 31, ist ein prägnantes Mitglied der Lokalen Gruppe – einer Ansammlung von Galaxien, zu der auch unsere Milchstraße, M32, M33 und M110 gehören. Mit einem Durchmesser von etwa 140.000 Lichtjahren ist die Andromedagalaxie das größte Mitglied dieser Gruppe und ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Zum Vergleich: Unsere Milchstraße hat einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren.
In klaren Nächten ist der Nebel das am weitesten von uns entfernte Objekt, das gerade noch mit dem bloßem Auge als verwaschenes Fleckchen zu beobachten ist. Die besten Beobachtungsmonate sind Oktober bis Januar.
Hier eine Hilfe zur Aufsuche.
Bemerkenswert ist, dass sich M31 und die Milchstraße mit einer Geschwindigkeit von etwa 110 km/s aufeinander zubewegen. In etwa 4,5 Milliarden Jahren wird es zu einer Begegnung kommen, die weniger einer Kollision als vielmehr einem Durchdringen der beiden Systeme gleicht, da die Abstände zwischen den Sternen enorm groß sind.
Hier eine animierte Computersimulation der NASA, die die Kollision der beiden Galaxien zeigt. Die englische Billion entspricht der deutschen Milliarde.
Quelle: NASA (https://svs.gsfc.nasa.gov/30955)
Astronomen konnten diese Bewegung mit Hilfe des Dopplereffekts messen. Wenn sich ein Objekt auf uns zubewegt, verschiebt sich sein Licht ins Blaue – daher spricht man hier von einer Blauverschiebung. Entfernt sich ein Objekt von uns, verschiebt sich sein Licht ins Rote, es wird als Rotverschoben bezeichnet. Die Andromedagalaxie ist eines der wenigen großen Objekte am Himmel, die sich in Relation zu unserer Milchstraße nicht entfernen, sondern annähern.


















