Die dunkle Seite des Mondes

Speziell um die Tage des Neumonds ist das aschgraue Licht zu erkennen – der von der Sonne unbeleuchtete Teil des Mondes.

Dieses interessante Phänomen, bekannt als Sekundärlicht, Erdschein oder aschgraues Licht, entsteht durch Sonnenlicht, das von der Erde zum Mond reflektiert wird. Besonders ausgeprägt ist es rund um den Neumond: Während wir von der Erde aus auf die kaum beleuchtete Mondseite blicken, erscheint die Erde vom Mond aus fast vollständig erhellt. Am besten lässt sich dieser Effekt in den Tagen nach Neumond am Abendhimmel beobachten.

Diese Aufnahme entstand am Abend des 2. März 2025, etwa 65 Stunden nach Neumond. Um den dunkleren Teil sichtbar zu machen, wurde der von der Sonne beleuchtete Bereich bewusst überbelichtet. Im Gegensatz zum menschlichen Auge können Kameras helle und dunkle Bereiche nicht gleichzeitig mit der nötigen Dynamik erfassen. Die Belichtungszeit betrug eine halbe Sekunde, aufgenommen mit einem 5-Zoll-Refraktor bei 900 mm Brennweite.


Eine Aufnahme mit derselben Ausrüstung und einer Belichtungszeit von 1/500 Sekunde zeigt den beleuchteten Bereich klar und deutlich – das aschgraue Licht hingegen bleibt völlig unsichtbar.

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