Die Markarjansche Kette

Aufnahme V. Stöß, NAWI e.V.


Erstellt wurde die Aufnahme am 30.05.2025 mit einem 420mm Teleskop. Die Gesamtbelichtungszeit betrug 60 min bei 120s Einzelbildern.

Mit der Markarjanschen Kette wird eine, aus unserer irdischen Perspektive, bogenförmige Reihe von Galaxien bezeichnet. Diese verteilen sich natürlich noch in der dritten Dimension und sind somit unterschiedlich weit von der Milchstraße entfernt. Sie wurde nach dem Astrophysiker Benjamin Markarjan benannt, der sie in den 1970er Jahren intensiv beobachtete.

Sie besteht aus den Galaxien M 84, M 86, NGC 4435, NGC 4438, NGC 4461, NGC 4473 und NGC 4477. Von manchen Fachleuten werden auch weitere Galaxien wie NGC 4458 dazugerechnet. Die einzelnen Galaxien der Kette bewegen sich, mit Ausnahme von M86, alle von der Milchstraße weg. Die Kette hat am Himmel eine Ausdehnung von ca. 1,5 Grad ist aber relativ lichtschwach, sodass sie nicht mit bloßem Auge zu erkennen ist.

Messier 84 und Messier 86 wurden zunächst von Johann Köhler am 5. Mai 1779 entdeckt und am 18. März 1781 von dem französischen Astronomen Charles Messier wiederentdeckt. Sie befinden sich in einer Entfernung von 43 bzw. 52 Millionen Lichtjahren.

Bei den beidem oberen Galaxien handelt es sich um M84 und M86. Die beiden anderen Galaxien rechts und links von M86 werden auch als Markarjans Augen bezeichnet. Hier eine Abbildung mit den Bezeichnungen der einzelnen Kettenmitglieder.

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