Der Sternenhimmel im Juli 2025
SONNE UND MOND
Am 21. des Vormonats erreichte die Sonne mittags ihren höchsten Stand am Himmel und ist nun wieder im Sinken begriffen. Die Tageslänge in Zweibrücken verringert sich im Laufe des Monats von 16 Stunden 18 Minuten auf 15 Stunden 17 Minuten. Ab dem 4. Juli erreichen wir den Punkt, an dem es bei uns wieder dunkel genug für astronomische Beobachtungen wird. Wenn auch erst um 1:22 Uhr für ganze 13 Minuten. In diesen paar Minuten erreicht die Sonne bereits einen Stand von mehr als 18 Grad unter dem Horizont, was für Amateurastronomen als Nacht angesehen wird. Am Abend des 3. Juli um 21:00 Uhr steht die Erde an ihrem sonnenfernsten Punkt. Der Abstand beträgt zu diesem Zeitpunkt 152.088.870 Kilometer.
Am 10. des Monats erschwert der Vollmond die Beobachtung lichtschwächerer Objekte.
PLANETEN
Einige Planeten am Morgenhimmel.
Merkur hat seine Sichtbarkeitsperiode des Vormonats beendet, er ist nicht mehr zu beobachten.
Venus kann am Morgenhimmel erspäht werden. Als Besonderheit passiert sie in nur gut einer Bogensekunde Entfernung den Frühlingpunkt. Der Frühlingspunkt ist der Ort am Himmel, an dem sich die Sonne zur Zeit der Tagundnachtgleiche befindet. Dieses Jahr war das am 20. März um 10:01 Uhr der Fall.
Mars, mittlerweile ziemlich unscheinbar, kann noch am Abendhimmel erspäht werden, ist aber kein interessantes Beobachtungsobjekt mehr.
Jupiter stand im Vormonat in Konjunktion zur Sonne. Konjunktion bedeutet, dass er scheinbar gegenüber der Sonne stand. Um die Monatsmitte macht er sich wieder am Morgenhimmel bemerkbar.
Saturn verlagert seine Aufgänge in die späten Abendsunden. Am 1. des Monats erfolgt sein Aufgang um 1:03 Uhr und am 30. bereits um 23:06 Uhr.
Ab der Monatsmittewird der Planet Uranus zum Beobachtungsobjekt der zweiten Nachthälfte. Am 15. des Monats geht er um 2:03 Uhr auf. Für die Beobachtung des 5,8 mag hellen Planeten ist mindestens ein lichtstarkes Fernglas mit Stativ notwendig.
Neptun kann unter günstigen Bedingungen bereits am Morgenhimmel gesichtet werden. Wie zur Beobachtung von Uranus wird mindestens ein Fernglas, besser ein Fernrohr benötigt. Uranus und Neptun sind niemals mit dem bloßen Auge zu sehen.
Der ehemals neunte Planet und jetzt den Kleinplaneten zugehörige Pluto befindet sich am 25.07. in Opposition zur Sonne. Er ist allerdings nur in größeren Fernrohren, wie beispielsweise auf denen von Sternwarten, zu beobachten.
STERNENHIMMEL
Tief im Osten streckt bereits das geflügelte Pferd der Antike, der Pegasus, seinen Kopf über die horizontnahen Dunstschichten.
Knapp über dem Südhorizont halten sich noch der Skorpion und der Schütze auf. Erst in den Regionen des Mittelmeers stehen sie deutlich höher am Nachthimmel.
Etwas weiter nach Westen gerückt, lassen sich noch das unscheinbare Sternbild Nördliche Krone und der Bootes beobachten.
Das Sommerdreieck mit Wega, Atair und Deneb nähert sich von Osten her dem Zenit.
Hoch über uns stehen noch der Herkules und der unscheinbare Drache.
Der Große Bär sinkt bereits am nördlichen Nachthimmel Richtung Westen ab. Gegenüber dem Polarstern, vom Großen Bären aus gesehen, schwingt sich langsam das „Himmels-W“, die Kassiopeia in die nördlichen Regionen empor.
Die folgende Himmelsansicht ist gültig für den 1. Juli um 0 Uhr, den 15. Juli um 23 Uhr und 30. Juli um 22 Uhr.Die Nächte werden wieder länger. Weiterhin keine Planeten am Abendhimmel.


















