Der Sternenhimmel im Dezember 2025

Kürzester Tag des Jahres

Sonne und Mond

Der kalendarische Winteranfang fällt dieses Jahr auf den 21. Dezember um 16:03 Uhr. An diesem Tag steht die Sonne auf der Nordhalbkugel am tiefsten Punkt ihrer Bahn. In Zweibrücken erreicht sie um 12:26 Uhr eine maximale Höhe von nur 17,5 Grad über dem Horizont.
Die Sonne geht um 8:16 Uhr auf und verabschiedet sich um 16:36 Uhr wieder, sodass die Tageslänge gerade einmal 8 Stunden und 20 Minuten beträgt.

Der Vollmond wird um die Tage des 5.12. die Beobachtung lichtschwächerer Objekte beeinträchtigen.

Planeten

Merkur bietet im letzten Monatsdrittel eine respektable Morgensichtbarkeit. In der Nacht vom 7. auf den 8.12. erreicht er mit 20 Grad 45 Bogenminuten seinen größten Winkelabstand zur Sonne. An diesem Tag überschreite er um 6:13 Uhr die Horizontlinie.

Die oft als Schwesterplanet der Erde bezeichnete Venus hat sich komplett vom Morgenhimmel zurückgezogen. Am 6.1.2026 erreicht sie ihre obere Konjunktionsstellung.

Mars nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne, die er am 9.1.2026 erreichen wird. Er ist nicht zu beobachten.

Am 10.1.2026 erreicht Jupiter seine Oppositionsstellung. Bereits zu Beginn des Monats ist er ab 20:30 Uhr tief über dem Osthorizont zu beobachten. Über den Monatsverlauf hinweg entwickelt er sich zum dominanten Nachgestirn. Schon mit einem Amateurteleskop lässt sich die deutliche Abplattung der Jupiterscheibe erkennen – ein Effekt, der auf seine hohe Rotationsgeschwindigkeit zurückzuführen ist. Ein Tag auf Jupiter dauert lediglich etwa 9 Stunden und 55 Minuten. Rechts eine Grafik der Stellung seiner Monde für den Dezember.


Saturn ist nach Einbruch der Dunkelheit noch tief im Süden zu beobachten, hat aber seine Oppositionszeit im September bereits weit hinter sich gelassen. Am letzten Tag des Jahres geht er um 23:27 Uhr unter.

Uranus stand am 21. November in Opposition zur Sonne. Wie bereits erwähnt, benötigt man zu seiner Beobachtung mindestens einen Feldstecher, besser ein Teleskop. Zuviel sollte man bei einem Blick durch diese Geräte nicht erwarten, er hat einen scheinbaren Durchmesser von nur wenigen Bogensekunden.

Der äußerste Planet Neptun ist nach Einbruch der Dunkelheit im Süden zu erspähen. Es hat seine beste Beobachtungszeit bereits hinter sich.

Sternenhimmel

Die Herbststernbilder verschieben sich an den westlichen Nachthimmel. Ihnen folgen im Osten die prachtvollen Wintersternbilder.

Am östlichen Horizont ist bereits der Himmelsjäger Orion zu erkennen. Ebenso das Sternbild Zwillinge.

Über uns steht der Stier mit den V-förmigen Hörnern, den Hyaden, die sich südlich der Plejaden befinden. Hauptstern der Hyaden ist der markante roten Riesenstern Aldebaran.
Das unregelmäßige Fünfeck des Fuhrmanns findet sich, hoch gegen Süden blickend, links oberhalb des Stiers. Der markante Hauptstern Capella (lat. für kleine Ziege) ist der sechsthellste Stern am Nachthimmel.

Der südliche Sternhimmel zeigt sich ziemlich dünn mit Sternen besiedelt. Dort befindet sich eines der ausgedehntesten aber unscheinbare Sternbild Eridanus.

Im Westen kann man noch das markante Herbstviereck, den Pegasus und die Andromeda erkennen. Unter ihm findet sich das Sternbild Fische.

Am nördlichen Himmel steigt allmählich der Große Bär über die östlichen Bereiche empor.

Die folgende Grafik zeigt die Himmelsansicht am 15. Dezember um 22 Uhr.

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