Unterschiede in den Tageslängen über das Jahr

Wie entstehen die unterschiedlichen Tageslängen im Sommer und Winter?

Die Jahreszeiten auf der Erde sind für die Nord- und Südhalbkugel genau konträr. Wenn auf der Nordhalbkugel Winter herrscht, ist auf der Südhalbkugel Sommer.
Im Winter zeigt die Neigung der Erdachse von der Sonne weg. Dadurch trifft das Sonnenlicht in einem sehr flachen Winkel auf die betroffene Erdhalbkugel. Die Sonne steigt nur niedrig über den Horizont, bleibt wenige Stunden sichtbar und liefert insgesamt weniger Energie. Der Tagesbogen der Sonne ist kurz, weshalb die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang deutlich reduziert ist.
Im Sommer richtet sich die Erdachse zur Sonne hin. Das Sonnenlicht fällt steiler ein, die Sonne erreicht einen hohen Stand und beschreibt einen langen Bogen über den Himmel. Dadurch verlängert sich der Zeitraum, in dem Tageslicht vorhanden ist. Die Kombination aus steilem Einfallswinkel und langer Sichtbarkeit führt zu den deutlich längeren Tagen im Sommer.

Die Erde befindet sich im Sommer auf der Nordhalbkugel im Aphel (Sonnenferne) ihrer Bahn. Warum hat das kaum Einfluss auf die Temperaturen?

Das hat aus dem Grunde kaum Einfluss auf die Temperaturen, weil sich der Sonnenabstand im Jahresverlauf nur geringfügig ändert. Der Unterschied zwischen Aphel und Perihel (Sonnennähe) beträgt etwa drei Prozent und führt nur zu einer relativ kleinen Änderung der eingestrahlten Sonnenenergie.
Ausschlaggebend für die Jahreszeiten ist die Neigung der Erdachse um 23,5 Grad. Im Sommer ist die Nordhalbkugel zur Sonne geneigt, die Sonne steht höher am Himmel und die Tage sind länger. Dadurch trifft deutlich mehr Energie pro Fläche und pro Tag auf die Erdoberfläche als im Winter. Dieser Effekt ist wesentlich stärker als der Einfluss des variierenden Sonnenabstands.

Warum ändert sich die Tageslänge, je weiter man sich Richtung Äquator bewegt?

Je weiter man sich auf der Nord- oder Südhalbkugel Richtung Äquator bewegt, desto geringer wirkt sich die Neigung der Erdachse auf die Tageslänge aus. Diese starke Schwankung entsteht, weil hohe Breiten stärker von der Achsneigung betroffen sind.
In der Nähe des Äquators fällt Sonnenlicht das ganze Jahr über relativ steil ein. Die Sonne steht dort stets vergleichsweise hoch, und der Unterschied zwischen der kürzesten und der längsten Tageslänge bleibt gering. Dadurch ergeben sich fast konstante Tageslängen über das Jahr hinweg, während weiter nördlich oder südlich die Jahreszeiten zu deutlich spürbaren Veränderungen in der Helligkeitsdauer führen.

Hierzu eine grafische Darstellung:

Quelle: Wikipedia


Die Zeiten für die Sommer- und Wintersonnwende der nördlichsten und südlichsten Gemeinde in Deutschland sowie für Zweibrücken für das Jahr 2026.

Sommersonnwende 2026


Wintersonnwende 2026

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