Der Sternenhimmel im Januar 2026
Beste Beobachtungsbedingungen für Jupiter.
Sonne und Mond
Am 3. Januar um 18:00 Uhr befindet sich die Erde im Perihel (Sonnennähe). Der Abstand Erde-Sonne beträgt zu diesem Zeitpunkt 147,1 Millionen Kilometer. Die Sonne gewinnt zur Mittagszeit weiter an Höhe, dementsprechend verlängert sich die Tageslänge in Zweibrücken von 8 Stunden 24 Minuten am ersten des Monats auf 9 Stunden 29 Minuten am letzten des Monats.
Der Vollmond wird um die Tage des 3. Januar die Beobachtung lichtschwächerer Objekte beeinträchtigen.
Planeten
Merkur steht am 21. in oberer Konjunktion mit der Sonne. Er ist nicht zu sehen.
Venus hält sich am Taghimmel auf und steht am 6. ebenfalls in oberer Konjunktion mit der Sonne. Auch sie ist für uns nicht sichtbar.
Als dritter Planet im Bunde steht Mars am 9. in Konjunktion mit der Sonne und hält sich somit ebenfalls am Taghimmel auf und bleibt unbeobachtbar.
Jupiter steht am 10. des Monats in Opposition zur Sonne und ist somit die ganz Nacht über zu beobachten. Am 7. Januar ereignet sich zwischen 21:23 Uhr und 23:32 Uhr das erste der in der Jahresübersicht 2026 angekündigten seltenen Mondereignisse. Dabei zieht der innerste Mond Io vor der Planetenscheibe entlang und überlagert dabei teilweise den eigenen Schatten.
Links eine mit Stellarium 25.2 erstellte Abbildung dazu. Rechts der Stand der vier großen Jupitermonde, die bereits mit einem Fernglas zu beobachten sind.

Erstellt mit Stellarium 25.2.
Saturn befindet sich nach Sonnenuntergang am westlichen Nachthimmel. Über den Monat hinweg verkürzt er weiter Sichtbarkeitszeiten. Am 1. geht er in Zweibrücken um 23:24 Uhr unter, am 15 um 22:34 Uhr und am 31. bereits um 21:39 Uhr.
Der grünliche Uranus stand Ende November 2025 in Opposition zur Sonne. Er zieht sich allmählich aus der zweiten Nachthälfte zurück.
Neptun verkürzt drastisch seine Sichtbarkeitszeiten. Am 31. geht er bereits um 21:50 Uhr unter.
Sternenhimmel
Der Wintersternhimmel steht gegen Mitte des Monats in seiner vollen Pracht am nächtlichen Himmel. Zu ihnen gehören unter anderem die Sternbilder Orion, der Stier mit dem rötlichen Riesenstern Aldebaran, der Fuhrmann, die Zwillinge sowie südwestlich des Orion der horizontnahe Große Hund mit dem hellsten von der Erde aus sichtbaren Stern Sirius. Trotz seiner großen Helligkeit beträgt die Entfernung mit 8,61 Lichtjahren mehr als doppelt so viel wie zu dem uns tatsächlich nächsten Stern Proxima Centauri, dessen Entfernung 4,24 Lichtjahre beträgt. Proxima Centauri erhebt sich in unseren Breiten nicht über den Horizont und ist zudem nur mit größeren Amateurteleskopen zu beobachten.
Am östlichen Horizont lässt sich bereits der vordere Teil des Löwen erahnen. Etwas oberhalb erkennt man den unscheinbaren Krebs.
Über uns stehen die Sternbilder Fuhrmann, die Zwillinge und der Perseus. Im Fuhrmann lassen sich bereits mit einem Fernglas einige Sternhaufen erkennen.
Hoch am südlichen Sternhimmel steht das imposante Sternbild Orion, das den großen Jäger der griechischen Mythologie darstellt. Unterhalb der drei Gürtelsterne erkennt man unter besseren Bedingungen bereits mit dem bloßen Auge weitere Sterne und ein Nebelfleckchen bei dem es sich um den Orionnebel, einer Entstehungsstätte neuer Sterne, handelt. Auch hier bietet sich ein Blick durch ein Fernglas auf diesen beeindruckenden Nebel an.
Links die Position des Nebels im Sternbild, rechts eine Zeichnung des Orion aus der Uranometria von Johann Bayer aus dem Jahre 1603.

Im Westen nähern sich der Pegasus und die Andromeda weiter den horizontnahen Dunstschichten.
Am nördlichen Himmel steigt weiterhin der Große Bär allmählich über die östlichen Bereiche empor.
Die folgende Grafik zeigt die Himmelsansicht am 15. Januar um 22 Uhr.




















