Der Sternenhimmel im März 2026

Tag der Astronomie

Am 28. März findet der seit dem Jahre 2003 jährlich ausgerichtete Astronomietag statt. An diesem Tag bieten Sternwarten, Vereine, Planetarien, Forschungsinstitute, Museen, Schulen und Einzelpersonen zahlreiche Programme an. Koordiniert wird dies von der Vereinigung der Sternfreunde e.V.
Im Fokus stehen dieses Jahr der Riesenplanet Jupiter, die Venus als Abendstern und der Mond.

Aufgrund der immer später erfolgenden Sonnenuntergänge öffnet die Sternwarte Zweibrücken Freitagabends im März erst ab 20 Uhr. Einen klaren Nachthimmel natürlich vorausgesetzt.

Sonne und Mond

Am 20. März um 15:46 Uhr überquert die Sonne den Himmelsäquator und wechselt von der Süd- auf die Nordhalbkugel. Damit ist Tagundnachtgleiche: Tag und Nacht sind gleich lang. Von nun an sind die Tage wieder länger als die Nächte. Die Zeitumstellung von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr erfolgt dies Jahr am Sonntag den 29. März.

In den Nächten um den 3. März beeinträchtigt der Vollmond die Beobachtung lichtschwächerer Himmelsobjekte.

Planeten

Merkur steht am 7. März in unterer Konjunktion mit der Sonne. Trotz seines bis zum Monatsende wachsenden Winkelabstands von respektablen 28 Grad reicht dies nicht für eine Morgensichtbarkeit aus. Es steht zu weit südlich im Himmelskreis.

Venus macht sich allmählich am Abendhimmel bemerkbar. Am 15. März geht sie in Zweibrücken um 20:04 Uhr unter. Der Sonnenuntergang erfolgt um 18:38 Uhr. Am Abend des 20 März ergeben Venus und die zunehmende Mondsichel einen hübschen Himmelsanblick.

Mars hält sich weiterhin am Taghimmel auf. Er ist nicht zu beobachten.

Jupiter dominiert die erste Nachthälfte und bleibt ein auffälliger Begleiter am Sternenhimmel. Seine höchste Stellung über dem Horizont erreicht er bereits in den Abendstunden. Rechts die Stellung seiner vier großen Monde, die bereits in einem Fernglas zu erkennen sind. Ein Stativ oder eine stabile Unterlage zum Aufstützen sind empfehlenswert.


Saturn ist zunehmend schwieriger zu beobachten. Am 25. März steht er in Konjunktion mit der Sonne. Er hält sich also, von uns aus gesehen, auf der anderen Seite der Sonne auf.

Uranus ist noch in den Abendstunden zu beobachten.

Neptun erreicht am 23. März seine Konjunktionsstellung zur Sonne.

Sternenhimmel

Die funkelnden Sterne des Winterhimmels haben sich nach Sonnenuntergang bereits weit nach Westen verschoben, bleiben aber noch markante Blickfänge am Nachthimmel. Gleichzeitig ist der Übergang zum Frühlingshimmel in vollem Gange.

Ein Blick nach Norden zeigt die zirkumpolaren, das ganze Jahr sichtbare Sternbilder. Hoch im Nordosten steht der Große Bär, eigentlich eine Bärin, die bei uns auch gerne als Großer Wagens bezeichnet wird. In seiner Nähe befindet sich der Kleine Bär mit dem Polarstern, um den sich das unscheinbare Sternbild Drache schlängelt. Im Nordwesten sind Cassiopeia und Kepheus zu sehen. Ganz knapp über dem Horizont kann von einer erhöhten Beobachtungsposition ein heller Stern beobachtbar sein: Deneb, der Hauptstern des Sommersternbildes Schwan.

Am Westhimmel lassen sich nach Sonnenuntergang noch einige Herbststernbilder erspähen, darunter Andromeda.

Im Süden dominiert das beeindruckende Wintersechseck mit seinen markanten Wintersternbildern: Zwillinge, Fuhrmann und Stier. Besonders auffällig im Stier ist der rötliche Aldebaran, das „Auge des Stiers“, der gelegentlich mit dem Mars verwechselt wird. Bei den Inuit heißt Aldebaran Nanurjuk und symbolisiert einen Eisbären, der von einer Gruppe von Hunden gestellt wurde – dargestellt durch die Hyaden, einem offenen Sternhaufen. Die Jäger, die den Eisbären erlegen wollen, sind in der Mythologie der Inuit die drei markanten Gürtelsterne des Orion sowie der helle Stern Rigel. Auch in der griechischen Mythologie wird Orion als Himmelsjäger gesehen, gefolgt von den Sternbildern Großer und Kleiner Hund, letzterer mit Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel. Das markanteste Objekt im Orion ist der bekannte Orionnebel, eine aktive Sternentstehungsregion. Einige seiner jungen Sterne, darunter die Trapezsterne, erreichen Oberflächentemperaturen von etwa 50.000 Kelvin.

Am Osthimmel steigt allmählich das Frühlingssternbild Löwe empor, in der zweiten Nachthälfte folgt die Jungfrau. Diese Sternbilder entfalten ihre volle Pracht jedoch erst im Frühjahr.

Die folgende Grafik zeigt die Himmelsansicht am 15. Marz um 22 Uhr.

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