Der Sternenhimmel im April 2026

Mit der später einsetzenden Dämmerung verschiebt sich die Öffnung der Sternwarte Zweibrücken an den Freitagabenden im April auf 21:00 Uhr – vorausgesetzt der Himmel bleibt wolkenfrei.

SONNE UND MOND

Am ersten des Monats geht das Zentralgestirn in Zweibrücken um 7:05 Uhr auf und um 20:04 Uhr unter. Die Tageslänge beträgt 12 Stunden 59 Minuten und erhöht sich weiter auf 14 Stunden 41 Minuten am Monatsende. Der Vollmond am 02.04. wird den Blick auf lichtschwächere Objekte beeinträchtigen.

PLANETEN

Fast alle Planeten haben sich vom Nachthimmel verabschiedet.

Merkur erreicht zwar Anfang April mit knapp 28 Grad einen respektablen Winkelabstand zur Sonne. Da er jedoch weit südlich des Tierkreises steht, bleibt er in unseren Breiten für eine Morgensichtbarkeit dennoch zu tief.

Venus baut ihre Stellung als Abendstern langsam weiter aus. Zwar verspäten sich ihre Untergangszeiten weiter, jedoch werden auch die Tage weiterhin länger.
Rechts die Stellung des Planeten von März bis August über dem westlichen Horizont abends eine Stunde nach Sonnenuntergang.

Zum Vergrößern klicken – Erstellt mit Geogebra

Mars taucht noch nicht am Morgenhimmel auf, wir müssen uns noch bis in den Juli gedulden.

Jupiter beherrscht nach wie vor den Abendhimmel. Rechts die Stellung der vier großen Monde.


Saturn stand kürzlich in Konjunktion (scheinbar in der Nähe) mit der Sonne. Er kann sich noch nicht am Morgenhimmel durchsetzen.

Uranus und Neptun sind ebenfalls nicht zu beobachten.

STERNENHIMMEL

Die Frühlingssternbilder stehen nun hoch am Himmel. Einzig im Westen sind noch die Reste der Wintersternbilder zu erkennen. Über uns erkennt man das Frühlingsdreieck, welches aus den hellen Sternen Arktur im Bärenhüter, Spica in der Jungfrau und Regulus im Löwen besteht.

Erstellt mit Guide 9.1


Tief im Süden finden sich die unscheinbaren Sternbilder Becher und Rabe sowie, südlich und gegen Westen gehend, das Sternbild der Wasserschlange. In der griechischen Mythologie schickte einst Apollon, Sohn des Zeus, einen Raben mit einem Becher aus, damit dieser Wasser aus einer Quelle für eine Opfergabe an seinen Vater hole. Unterwegs wurde der Rabe von einem Feigenbaum, dessen Früchte allerdings noch nicht reif waren, abgelenkt. Der schwarze Vogel wartete bis die Früchte essbar waren, verspeiste diese und erfüllte erst dann seine Aufgabe. Als Ausrede für seine Verspätung griff sich der Rabenvogel eine Wasserschlange und behauptete, diese hätte ihm den Zutritt zur Quelle verwehrt. Apollon durchschaute die Lüge und versetzte den Raben, den Becher und die Wasserschlange als Warnung an den Himmel.

Im Osten macht sich bereits ein anderer griechischer Held, das Sommersternbild des Herkules, bemerkbar.

Hoch am nördlichen Nachthimmel hält sich das markante Sternbild des Großen Bären auf.

Die folgende Himmelsansicht ist gültig für den 1. April um 0 Uhr, den 15. April um 23 Uhr und 30. April um 22 Uhr.

Erstelle mit Guide 9.1 – Westen links, Süden unten

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