Der Sternenhimmel im Mai 2026

Aufgrund der zunehmenden Tageslänge reduzieren sich die sinnvollen Beobachtungszeiten im Laufe des Monats Mai von anfänglich fünf Stunden auf lediglich zwei Stunden am Monatsende. Dies würde bedeuten, dass der Beginn der Beobachtungen von Galaxien und ähnlichen lichtschwachen Objekten sich von 23:00 Uhr MESZ auf 0:30 Uhr MESZ verschieben würden. Aus diesem Grunde wird die Sternwarte Zweibrücken von Anfang Mai bis Ende August nur zu bestimmten Gegebenheiten geöffnet. Diese umfassen beispielsweise die Beobachtung der Sonne und des Mondes an einigen Wochenenden. Die Zeiten werden über eine Laufschrift auf der Homepage der Sternwarte bekannt gegeben.

Ein netter Himmelsanblick ergibt sich am 18. Mai gegen 23:00 Uhr, wenn sich über dem Westhorizont der Mond mit seinem aschgrauen Licht zur Venus gesellt. Links oberhalb ist der Gasriese Jupiter zu finden.

Erstellt mit Stellarium 25.2

SONNE UND MOND

Im Frühlingsmonat Mai erhöht sich die Tageslänge für Zweibrücken von anfangs 14 Stunden und 45 Minuten weiter auf 16 Stunden und 4 Minuten am Ende des Monats. Die maximale Sonnenhöhe beträgt am 31. Mai um 12:28 Uhr schon stolze 62 Grad.
Der Vollmond am 1.5. wird die Beobachtung von lichtschwächeren Objekten beeinträchtigen.

PLANETEN

Der flinke und sonnennächste Planet Merkur steht am 14. Mai in oberer Konjunktion zur Sonne. Er hält sich somit am Taghimmel auf. Obere Konjunktion bedeutet, dass Erde, Sonne und das Objekt, in diesem Fall der Merkur, scheinbar in einer Reihe stehen. Der Begriff obere und untere Konjunktion wird nur für Merkur und Venus verwendet.
Also Besonderheit sei erwähnt, dass Merkur hinter der Sonne vorbeizeihen wird. Die Bedeckung durch die Sonne am14. Könnte durch den SOHO Satelliten zu beobachten sein. Gegen Ende Mai wird er sich langsam am Abendhimmel bemerkbar machen.

Venus wird zu einem auffälligen Gestirn am westlichen Abendhimmel. Ihr Untergang verlagert sich auf die Zeit nach Mitternacht. Siehe hierzu auch den Beitrag: Warum kann Venus scheinbar nach Mitternacht untergehen?

Mars erreicht Ende Mai einen Winkelabstand von rund 31 Grad zur Sonne. Dies reicht allerdings noch nicht für eine Morgensichtbarkeit aus.

Die Abendsichtbarkeit von Jupiter verkürzt sich im Laufe des Monats erheblich. Geht er Anfang des Monats noch um 2:34 Uhr unter, verlässt er am Monatsende bereits um 0:35 Uhr die Abendbühne.


Saturn ist noch kein lohnendes Beobachtungsobjekt. Ende des Monats kann er guten Bedingungen tief am Westhimmel aufgefunden werden.

Uranus und Neptun sind weiterhin nicht zu beobachten.

STERNENHIMMEL

Richtung Westen sind die Zwillinge bereits im Untergang begriffen. Der Krebs hängt bereits in den horizontnahen Dunstschichten fest. Etwas höher hält sich noch der Löwe auf.

Über uns stehen das Haar der Berenike mit einer Vielzahl an Galaxien, für deren Beobachtung allerdings schon ein mittleres Teleskop erforderlich ist. Etwas weiter östlich ist der Bärenhüter mit seinem hellen Hauptstern, dem Arcturus, aufzufinden. Ein kleiner Trick vereinfacht dessen Aufsuche. Verlängert man die drei Deichselsterne des „Großen Wagens“ in einem Bogen weiter, so trifft man auf einen hellen Stern, den Arcturus.

Erstellt mit Guide 9.1

Weiter Richtung Osten trifft man auf das unscheinbare Sternbild Herkules mit seinem hellen Kugelsternhaufen M13, der bereits in Fernglas einen prachtvollen Anblick bietet. In obiger Grafik auf der linken Seite.

Knapp über dem südöstlichen Horizont erscheint gegen Monatsmitte bereits das Sommersternbild des Skorpions. Im Nordostenbetreten bereits die Sommersternbilder die Himmelsbühne.

Tief am nördlichen Nachthimmel erkennt man, vom Großen Bären aus gesehen auf der anderen Seite des Polarsterns das „Himmels-W“, die Kassiopeia.

Die folgende Himmelsansicht wurde mit Guide 9.1 erstellt und ist gültig für den 1. Mai um 0 Uhr, den 15. Mai um 23 Uhr und 30. Mai um 22 Uhr.

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