Der Sternenhimmel im Juni 2026
Merkur am Abendhimmel, Sommersonnwende
SONNE UND MOND
Der längste Tag des Jahres 2026 ereignet sich am 21. Juni. Um 09:25 Uhr erreicht die Sonne, bedingt durch die Neigung der Erdachse um 23,45 Grad, ihre größte nördlich Breite. Die Sonne steht an diesem Tage um 13:32 Uhr stattliche 64,2 Grad über dem Horizont in Zweibrücken. Die Tageslänge beträgt 16 Stunden und 23 Minuten. Wenig bekannt ist, dass es bereits auf unserem Breitengrad, astronomisch gesehen, nicht mehr richtig dunkel wird. Astronomische Nacht herrscht erst dann, wenn die Sonne tiefer als 18 Grad unter dem Horizont steht. Dies ist zwischen dem 7. Juni und 4. Juli nicht der Fall.
Sofern es die Gemeinschaft der Wettergötter gut mit uns meint, können wir uns auf lange und helle Tage sowie, bedingt durch den Vollmond am 30. Juni, auf hellere Nächte einstellen. Der Vollmond im Sommer erscheint uns allerdings nicht ganz so hell wie im Winter. Die maximale Höhe beträgt in dieser Nacht nur 12,7 Grad.
PLANETEN
Merkur ist in der ersten Monatshälfte am Abendhimmel zu beobachten seine besten Beobachtungstage liegen um den 10 Juni.
Hier die Himmelsansicht um 22:00 Uhr vom Hügel der Sternwarte Zweibrücken.

Venus ist prominent am Abendhimmel vertreten. Bereits kurz nach Sonnenuntergang ist sie über dem westlichen Horizont zu finden. Am 9. Juni zieht sie ca. 2 Grad nördlich an Jupiter vorbei. Ein schöner Anblick ergibt sich am Abend des 17. Juni gegen 22:30 Uhr, wenn die schmale Mondsichel dem Planeten in einem Abstand von weniger als einem Grad südlich begegnet.
Mars macht sich weiterhin nicht am Morgenhimmel bemerkbar.
Der Riesenplanet Jupiter zieht sich komplett vom Abendhimmel zurück. Gegen Ende des Monats wird er nicht mehr zu beobachten sein. Mitte August wird er sich allmählich wieder am Morgenhimmel bemerkbar machen.
Saturn ist am Morgenhimmel zu beobachten.
Uranus stand Mitte des Vormonats in Konjunktion mit der Sonne und ist nicht zu beobachten.
Neptun ist noch kein lohnenswertes Objekt am Morgenhimmel.
STERNENHIMMEL
Im Osten sind bereits die Sommersternbilder aufgegangen. Unter ihnen der Schwan mit dem Stern Deneb, dem noch horizontnahen Adler mit dem Hauptstern Atair und die Leier mit ihrem hellen Stern Wega, der auch der hellste Stern am Nordhimmel ist. Somit befindet sich das Sommerdreieck, das aus den drei genannten Sternen besteht, komplett über dem Horizont, wenn auch noch nicht allzu hoch.

Tief im Süden findet sich der Skorpion mit seinem Hauptstern Antares, was so viel wie Gegenmars bedeutet. Wegen seiner rötlichen Farbe wurde er schon mit dem ebenfalls rötlichen Mars verwechselt. Bei dem hellen Stern westlich des Skorpions handelt es sich um Spica, dem Hauptstern der Jungfrau.
Der Löwe nähert sich bereits dem westlichen Horizont. Der Krebs ist bereits um Untergang begriffen.
Hoch über uns hält sich das unscheinbare Sternbild des Herkules auf. Etwas weiter südwestlich findet sich das ebenfalls unscheinbare Sternbild Nördliche Krone und der Bootes, der seiner Form nach auch schon als Eistüte bezeichnet wurde.
Tief am Nordhimmel findet sich die Kassiopeia, Gattin des Kepheus, welcher etwas weiter westlich aufzufinden ist.
Die folgende Himmelsansicht ist gültig für den 1. Juni um 0 Uhr, den 15. Juni um 23 Uhr und 30. Juni um 22 Uhr.


















