Der Sternenhimmel im Juli 2026
Die Nächte werden wieder länger. Venus nach wie vor prominent am Abendhimmel.
SONNE UND MOND
Am 21. des Vormonats erreichte die Sonne zur Mittagszeit ihren höchsten Stand über dem Horizont und sinkt seitdem wieder allmählich. Entsprechend verkürzt sich die Tageslänge in Zweibrücken im Laufe des Monats von 16 Stunden und 19 Minuten auf 15 Stunden und 18 Minuten.
Ab dem 5. Juli wird es bei uns wieder dunkel genug für astronomische Beobachtungen. Zunächst gilt dies allerdings nur für einen kurzen Zeitraum: Erst um 1:25 Uhr erreicht die Sonne für eine Dauer von rund zehn Minuten mehr als 18 Grad unter dem Horizont und damit die Grenze der astronomischen Nacht.
Am 6. Juli um 18:00 Uhr befindet sich die Erde im Aphel, ihrem sonnenfernsten Punkt auf der Umlaufbahn. Ihr Abstand zur Sonne beträgt dann rund 152.087.000 Kilometer.
Am 29. des Monats erschwert der Vollmond die Beobachtung lichtschwacher Himmelsobjekte.
PLANETEN
Merkur hat seine Sichtbarkeitsperiode des Vormonats beendet, er ist nicht mehr zu beobachten.
Venus spielt immer noch ihre Rolle als Abendstern. Im Laufe des Monats erhöht sich die Helligkeit von 0,2 mag auf -4,3 mag. Allerdings verkürzt sich die Abendsichtbarkeit um rund eine Stunde.
Mars lässt sich unter guten Bedingungen endlich am Morgenhimmel erspähen, ist aber noch kein interessantes Beobachtungsobjekt.
Jupiter ist bis Mitte August nicht mehr am Nachthimmel zu beobachten. Erst in der zweiten Monatshälfte taucht er allmählich wieder am Morgenhimmel auf.
Saturn verlagert seine Aufgänge weit in die Zeit vor Mitternacht. Am 1. des Monats erfolgt sein Aufgang um 23:28 Uhr und am 30. bereits um 23:25 Uhr.
Ab der Monatsmitte macht sich der Planet Uranus am Morgenhimmel bemerkbar.
Uranus und Neptun können unter günstigen Bedingungen bereits am Morgenhimmel gesichtet werden.Es wird mindestens ein Fernglas, besser ein Fernrohr benötigt. Uranus und Neptun sind niemals mit dem bloßen Auge zu sehen.
Der ehemals neunte Planet und jetzt den Kleinplaneten zugehörige Pluto befindet sich am 27.07. in Opposition zur Sonne. Er ist allerdings nur in größeren Fernrohren, wie beispielsweise auf denen von Sternwarten, zu beobachten.
STERNENHIMMEL
Tief im Osten streckt bereits das geflügelte Pferd der Antike, der Pegasus, seinen Kopf über die horizontnahen Dunstschichten.
Knapp über dem Südhorizont halten sich noch der Skorpion und der Schütze auf. Erst in den Regionen des Mittelmeers stehen sie deutlich höher am Nachthimmel.
Etwas weiter nach Westen gerückt, lassen sich noch das unscheinbare Sternbild Nördliche Krone und der Bootes beobachten.
Das Sommerdreieck mit Wega, Atair und Deneb nähert sich von Osten her dem Zenit.
Hoch über uns stehen noch der Herkules und der unscheinbare Drache.
Der Große Bär sinkt bereits am nördlichen Nachthimmel Richtung Westen ab. Gegenüber dem Polarstern, vom Großen Bären aus gesehen, schwingt sich langsam das „Himmels-W“, die Kassiopeia in die nördlichen Regionen empor.
Die folgende Himmelsansicht ist gültig für den 1. Juli um 0 Uhr, den 15. Juli um 23 Uhr und 30. Juli um 22 Uhr.


















