Die Tagundnachtgleiche am 23. September

Neuer überarbeiteter Beitrag. Siehe auch: Die Tagundnachtgleiche des Frühlings 2024

Zweimal im Jahr findet ein besonderes astronomisches Ereignis statt: Die Tagundnachtgleiche, auch Äquinoktium genannt. Zu diesen Zeitpunkten steht die Sonne über dem Äquator der Erde. Auf der Nordhalbkugel beginnt dann der astronomische Frühling beziehungsweise Herbst.
Das sogenannte Frühlingsäquinotium ereignet sich um den 21. März, während gegen das Herbstäquinotium sich um den 21. September stattfindet. In diesem Jahr findet die Tagundnachtgleiche am 20. März um 15:45 Uhr bzw.am 23. September um 2:04 Uhr statt.

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Blick auf den Nordpol 23. Sept 2:04 Uhr
Blick auf den Südpol zur gleichen Zeit

Was passiert bei einer Tagundnachtgleiche?

Die Erdachse ist gegenüber der Ebene ihrer Umlaufbahn um etwa 23,4° geneigt. Diese Neigung ist der Grund für die Entstehung der Jahreszeiten.
Bei den beiden Tagundnachtgleichen erreicht die Sonne den sogenannten Himmelsäquator, die gedachte Verlängerung des Erdäquators in den Himmel. Die Sonne geht dann nahezu genau im Osten auf und im Westen unter.
Obwohl der Name „Tagundnachtgleiche“ darauf hindeutet, dass Tag und Nacht gleich lang sind, stimmt das nicht ganz. Die Atmosphäre bricht das Sonnenlicht, sodass wir die Sonne bereits sehen, obwohl sie geometrisch noch unter dem Horizont steht. Außerdem wird der Sonnenaufgang bereits beim Erscheinen des oberen Sonnenrandes definiert. Deshalb ist der Tag an den meisten Orten etwas länger als zwölf Stunden.

Warum fällt die Tagundnachtgleiche jedes Jahr auf einen anderen Zeitpunkt?

Die Tagundnachtgleiche findet nicht jedes Jahr am gleichen Datum und zur gleichen Uhrzeit statt. Der wichtigste Grund ist, dass ein Umlauf der Erde um die Sonne nicht genau 365 Tage dauert, sondern etwa 365,2422 Tage.
Unser Kalenderjahr ist normalerweise 365 Tage lang. Dadurch verschiebt sich der Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche jedes Jahr um etwa sechs Stunden. Durch Schaltjahre wird diese Verschiebung regelmäßig ausgeglichen. Deshalb kann das März-Äquinoktium je nach Jahr beispielsweise auf den 19., 20. oder 21. März fallen.
Auch die Bewegung der Erde auf ihrer leicht elliptischen Umlaufbahn und die langfristige Veränderung der Orientierung ihrer Rotationsachse spielen eine Rolle. Für die jährliche Verschiebung des Äquinoktiums sind jedoch vor allem die unterschiedliche Länge von Kalenderjahr und tropischem Jahr sowie die Schaltjahresregelung entscheidend.

Quelle Vorschaubild: Wikipedia

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